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Über seine Erlebnisse zur SPRATLY TRAGÖDIE berichtet Baldur in seinem Buch

"Am zehnten Tag werdet Ihr gerettet"

zu beziehen:

bei Baldur persönlich.
Baldur Drobnica,
DJ6SI,
Zedernweg 6
50127 Bergheim 
7,70 Euro inkl. Porto in Europa

oder im Internet unter Booklooker 

 

Für Amateurfunker/inen, Christen, Atheisten, Seglern und Bootsfahrern.

 

 

 

Geleitwort

Wir kamen schnell über das übliche „Wie geht’s?“ hinaus. Am Ski-Lift vom Monte Piz auf der Seiser Alm hatten wir uns schon in den Jahren zuvor getroffen. Jetzt saßen wir kurz nach Weihnachten 1983 wieder auf der kleinen Bank vor dem Maschinenhaus.

Ich wußte nicht nur von meiner Mitarbeit bei der großen Vollversammlung des Ökumenischen Rates in Vancouver/Kanada zu berichten. Auch davon, daß ich Anfang Dezember beinahe an einer Magenblutung gestorben wäre. Ein Wunder, daß ich mich jetzt neu am Leben freuen und den Winter in dieser schönen Landschaft genießen konnte.

Da hatte Baldur Drobnica freilich von einer ganz anderen wunderbaren Rettung zu erzählen. Leise, Stück um Stück, aber in tiefer innerer Bewegung, ließ er mich teilhaben an diesem Widerfahrnis im Chinesischen Meer.

Jetzt liegt dieses Über-Lebensbekenntnis in schriftlicher Form vor.

 Der Bericht vom bitteren Scheitern eines Funkertraums. Zeilen gezeichnet von tiefer Trauer, auch vom Hader mit Gott. Aber mehr noch liegt hier ein Logbuch des Glaubens vor, der weiter reicht als alles Begreifen.

Eine lebendige Stimme kündigt dem Schiffbrüchigen die Rettung für den zehnten Tag an. Das Bibelwort vom Konfirmationstag gewinnt überraschende Bedeutung. In der Gemeinschaft der im Kleinboot Verlorenen kommt es zu einem Beten, das kirchliche Konventionen hinter sich läßt.

Irgendwie gibt James C. Whittakers Erzählung „Es war, als sängen die Engel“ musterhafte Züge in die Erwartung der neuerlich den Wüsten des Pazifischen Ozeans Ausgelieferten. Die Rettung kommt am zehnten Tag in letzter Sekunde. Aber nicht für alle.

Daß Baldur Drobnica mit seiner Glaubenserfahrung nicht alleingelassen werden darf, haben inzwischen hoffentlich schon viele einzelne, auch Gruppen und Gemeinden, begriffen. Die besondere Erfahrung dieser Art kann zur Last werden, wenn sie nicht in Verbindung mit gottesdienstlichem Lobgesang und Glaubensbekenntnis einen anerkannten Ort in den Zusammenkünften der Christen findet.

Schon in der Stunde unserer Begegnung auf der Seiser Alm fragte Baldur Drobnica:

Muß ich mein Versprechen nicht auch dadurch erfüllen, daß ich gerade vor Konfirmandengruppen von meiner Geschichte mit dem lebendigen Gotteswort erzähle?“

 Der nun vorliegende Bericht kann das versprochene Zeugnis einem noch größeren Kreis von Menschen aller Lebensalter vermitteln. Er trägt die Züge nüchterner Selbstprüfung. Zugleich macht er Mut, sich der Gottesfrage mit neuem Vertrauen zu stellen.

Propst Dr. Dieter Trautwein
Frankfurt/Main im Oktober 1992